Die Opfer in Coburg

Insgesamt 223 Coburger wurden zu Opfern der NS-Vernichtungspolitik. Was genau mit ihnen geschah, weiß keiner. Bei den meisten von ihnen verliert sich jede Spur. Einige haben sich aus Verzweiflung das Leben genommen. Von 37 jüdischen Mitbürgern ist bekannt, dass sie in verschiedene Vernichtungslager deportiert wurden. Nur zwei von ihnen kehrten lebend zurück.

Coburger, die am 27.11.1941 nach Riga deportiert wurden

 
Martin Saalfeld (geb. 08.07.1877) Raststraße 11
Meta Saalfeld (geb. 28.10.1896) Raststraße 11
Simon Rothschild (geb. 19.11.1867) Ketschengasse 6
Berta Rothschild (geb. 10.05.1880) Ketschengasse 6
Alfred Plessner (geb. 06.02.1887) Mohrenstraße 9 b
Margarethe Plessner (geb. 23.06.1892) Mohrenstraße 9 b
Meyer Levenbach (geb. 09.12.1876) Spitalgasse 4
Sabine Levenbach (geb. 15.03.1876) Spitalgasse 4
Else Lewy (geb. 13.12.1891) Spitalgasse 4
Walter Lewy (geb. 14.04.1928) Spitalgasse 4
Ignatz Stern (geb. 07.07.1873) Judengasse 20
Rosa Stern (geb. 13.09.1877) Judengasse 20
Julius Klein (geb. 04.08.1876) Kanonenweg 33
Klara Klein (geb. 13.09.1888) Kanonenweg 33
Bella Ludwig (geb. 16.02.1888) Bahnhofstraße 25 a
Ivan Bernstein (geb. 10.03.1882) Marienberg 2 a
Elly Bernstein (geb. 16.02.1882) Marienberg 2 a
Ursula Bernstein (geb. 19.03.1910) Marienberg 2 a
Dr. Moritz Cramer (geb. 24.04.1877) Mohrenstraße 9 a
Berta Drattler (geb. 15.02.1881) Ketschengasse 26
Julius Weiß (geb. 20.04.1881) Mohrenstraße 1 a
Selma Weiß (geb. 13.11.1884) Mohrenstraße 1 a
Rosa Rosenthal (geb. 01.11.1880) Judengasse 20
Jenny Katz (geb. 17.08.1878) Zinkenwehr 39
Thekla Sander (geb. 27.10.1882) Steinweg 38
Lotti Bernstein (geb. 10.09.1906) Marienberg 2 a (zurückgekehrt am 13.08.1945)

 

 Coburger, die am 24.04.1942 nach Izbica bei Lublin deportiert wurden

 
Hermine Kohn (geb. 12.06.1878) Mohrenstraße 10                                        
Sally Ehrlich (geb. 17.02.1878) Zinkenwehr 39
Betty Friedmann (geb. 13.08.1880) Ketschengasse 6
Heßlein Strauß (geb. 01.10.1876) Steinweg 38
Jenny Kohn (geb. 04.03.1881) Zinkenwehr 42


Coburger, die am 09.09.1942 nach Theresienstadt deportiert wurden

 
Jakob Altmann (geb. 20.12.1867) Kreuzwehrstraße 9
Josef Altmann (geb. 07.07.1866) Kreuzwehrstraße 9
Karl Friedmann (geb. 18.06.1869) Rosenauer Str. 7
Dora Frohmann (geb. 28.09.1855) Ketschengasse 6
Eduard Plaut (geb. 27.03.1868) Steinweg 15
Sali Altmann (geb. 27.12.1869) Zinkenwehr 39 (zurückgekehrt am 11.10.1945)

Mit Ausnahme von Lotti Bernstein und Sali Altmann sind alle genannten Juden im KZ ums Leben gekommen.

 

StolpersteineIn seinem Buch „Die Coburger Juden“ geht der Autor Hubert Fromm sehr detailliert auf die Schicksale einzelner jüdischer Mitbürger ein. Er erzählt von erlittenem Unrecht, von langen Leidenswegen und von Selbstmorden aus Verzweiflung. Und er erzählt davon, wie die Coburger Bürger sich mitschuldig machten, indem sie die Übergriffe auf jüdische Nachbarn und den Mord an ihnen stillschweigend zuließen.
 

Buch, Die Coburger Juden

Die Coburger Juden

von Hubert Fromm

Das Buch „Die Coburger Juden“ von Hubert Fromm ist erhältlich im Coburger Buchhandel sowie leihweise in der Coburger Stadtbücherei, Herrngasse 17.

 

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