Ketschendorf

eingemeindet 01.07.1934

Fläche km²: 1,79
Einwohner: 1.631
(Stand: 30.06.2010)




Die früheste Nennung Ketschendorfs in einer Urkunde Bischof Adalberos von Würzburg 1075 als „Keczendorff“ gilt als Fälschung. Die erste gesicherte Erwähnung datiert 1100, als Siboto und seine Frau dem Kloster Saalfeld das Gut Chezzendorf schenkten. Ein Propsteihof in Ketschendorf wird 1727 erwähnt. Die Herkunft des Ortsnamens ist bislang nicht eindeutig geklärt und wird u. a. mit einem Eigennamen slawischer Herkunft in Zusammenhang gebracht. Den Kern der Siedlung bildet der Propsteihof Ketschendorfer Straße 77; der Ort blieb bis ins 19./20. Jahrhundert überwiegend bäuerlich bestimmt. Der Schwerpunkt der Siedlung dürfte entlang des Ketschenbaches nach Osten und um das Schloss zu suchen sein. Ein neuer Mittelpunkt, sowohl baulich als auch gesellschaftlich, entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Anlage des Schlosses Parkstraße 2 und seines englischen Parks. 1934 fand die Eingemeindung nach Coburg statt.

Die von Coburg heranführende Ketschendorfer Straße wurde 1786-1794 als Landstraße ausgebaut, an die Parkstraße – die Fortführung der Alten Landstraße – angebunden und wegen des ansteigenden Autoverkehrs und der kurvenreichen Straßenführung 1932/1933  durch den westlichen Schlosspark als Reichsstraße 4 parallel zur Parkstraße verlängert. Die Parkstraße selbst wurde 1847 – zunächst zur Höhe des Pelzhügels verlaufend – auf ihr jetziges Niveau abgesenkt. Hier standen vier Bauernhöfe, die ab 1804 für die Anlage des Schlossparks abgebrochen werden mussten. Der Straßenname Neue Heimat entstand 1936 nach dem Abbruch eines großen Bauernhofes (heute Haus Nr. 6 und 8). Der Weg führte ursprünglich nur bis zur Schule Nr. 5. Die Straßenführung der Neuen Heimat entsprach dem Ketschendorfer Baulinienplan von 1904.

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Weitere Informationen: 
Website des SVK Ketschendorf
Website des TV Ketschendorf


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