Neuses Bitte auf das Bild klicken
Quelle: Stadtarchiv

Neuses


eingemeindet 01.07.1934

Fläche km²: 2,74
Einwohner: 1.684
(Stand: 30.06.2010)

Die erste Erwähnung von Neuses datiert auf 1289 als Nvesez und Niusez; der Name wird auf „neuer Sitz“ – gemeint ist wohl ein ritterlicher Ansitz – gedeutet. Dieser Ansitz ging 1346 im Tausch gegen das Rittergut Waldsachsen von Dietrich von Coburg an Graf Heinrich von Henneberg und seine Frau Jutta. Um 1600 gehörte das Gut den Rosenauern, von denen es über den herzoglichen Kammerschreiber Peter Popp und die Familie Nattermann an den Ratsmedicus Fischer und von dessen Familie 1839 an seinen berühmtesten Besitzer, Friedrich Rückert (siehe Friedrich-Rückert-Straße 11/13) kam.

Durch den Dreißigjährigen Krieg erlitt der Ort schwere Verluste, 1638 standen noch zwei Häuser. Das Dorf entwickelte sich – nach dem Katasterplan von 1862 – entlang einer von Süd nach Nord führenden Hauptstraße, der heutigen Friedrich-Rückert-Straße, mit ihrer nordwestlichen Abzweigung, der Goldbergstraße, direkt hinter der Lauterbrücke. Nördlich von Neuses zweigt von der Hauptstraße die Glender Straße ab. Die südliche Begrenzung bildete neben der heutigen Rodacher Straße die Mündung des Sulzbaches in den Lauterbach. Der Lauterbach begrenzte zugleich das Dorf nach Westen; hier standen drei Mühlen, deren mittlere (Friedrich-Rückert-Str. 8/10) den Ausgangspunkt der Industrialisierung darstellte. Die Ortseingänge besetzt(e)n Wirtshäuser; die Kirche befindet sich etwas in der Mitte des Altortes, südlich der Abzweigung der Goldbergstraße, an der entlang gleichfalls noch Hofstätten entstanden sind. Neben der Kirche steht die Schule, wie dies in ähnlicher Weise auch in Scheuerfeld zu beobachten ist. Dahinter bildet das ehemalige Rittergut ein weiteres Zentrum des Ortes, heute durch den westlich anschließenden Rückert-Park von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Im Zwickel der Friedrich-Rückert- und Goldbergstraße dominiert der Hospitalhof den Ort.

Die Hofstätten entlang der Hauptstraße besaßen bzw. besitzen einen handtuchförmigen Zuschnitt, geteilt in den bebauten Hofbereich zur Straße und den Hausgarten nach hinten, und wurden im Osten durch den Lauterbach begrenzt. Das größte Anwesen war der Hessenhof gegenüber dem Rittergut (Friedrich-Rückert-Straße 16). Die dörflichen Strukturen sind im Altortbereich noch gut erhalten ablesbar, nach Norden – begrenzt durch die Bahnlinie – schließt sich inzwischen ein jüngeres, industriell durchgesetztes Gebiet an.

......................................................................................................................................................................

Weitere Informationen:
Website des TV Coburg-Neuses


Diese Seite weiter empfehlen

Zurück zum Artikel