Auf den Spuren der Coburger Hoflieferanten

Hoflieferanten Tour

Eine Tour durch die Coburger Geschichte....

Wollen Sie einmal ehemals herzogliches Konfekt kosten oder statt Aspirin mit einen Kräuterlikör aus der Apotheke in Schwung kommen? Dann folgen Sie uns auf eine Tour zu den ehemaligen Coburger Hoflieferanten. Von den Herzögen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha haben sie Ende des 19. oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Urkunde zum „Herzoglich-Sächsischen Hoflieferanten“ verliehen bekommen. Als Hoflieferant erhielt ein Unternehmen besondere Privilegien für die Zulieferung von Waren oder das Anbieten von Diensten an einen Hof. Dabie erhielt nicht nur der Lieferant Vorteile, auch das Adelshaus sicherte sich dadurch die uneingeschänkte Unterstützung der bürgerlichen Handels- und Industriebetriebe. In Coburg wurde diese Vereinbarung mit einer Urkunde zum "Herzoglich-Sächsischen Hoflieferanen" festgehalten, die der Lieferant verliehen bekam. Allerdings musste er diese erst beantragen, eine Zusage war nicht selbstverständlich und konnte auch mehrere Jahre dauern. Außerdem ließen sich die Herzöge diese Auszeichnung bezahlen. Doch es scheint sich gelohnt zu haben. Denn so erhielten die auserwählten Geschäftsleute nicht nur besondere Privilegien am Herzogshaus, sondern durften zum Beispiel Ihre Rechnungen mit dem herzoglichen Wappen versehen. Dazu kam natürlich eine herausragende Stellung im Coburger Geschäftsleben. Allein in der Spitalgasse gab es um 1914 rund 15 Hoflieferanten, weitere kamen in anderen Gassen hinzu. Sieben dieser Coburger Hoflieferanten existieren heute noch und werden meist von den direkten Nachfahren der Gründer geführt.  Die Ernennung ist heute zwar nur noch Geschichte, den Inhabern jedoch oft weiterhin eine tradionelle Verpflichtung.

 

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