Interimsspielstätte - Unternehmer bekräftigen ihr Angebot

In der gestrigen Sitzung der Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates zu Coburg haben die Vertreter der Unternehmen Brose und HUK-COBURG ihr Konzept vorgestellt und die Unterstützung für die Stadt Coburg bekräftigt.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer: „Es ist ein besonderes Angebot, dass wir von der Wirtschaft erhalten. Alle Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen haben sich davon überzeugt gezeigt.“

In einem weiteren gemeinsamen Schritt wurde ein Schreiben an Staatsminister Dr. Markus Söder formuliert, um das Anliegen einer nachhaltigen Lösung aufzuzeigen.

Nachfolgend das versendete Schreiben:

Herrn Staatsminister
Dr. Markus Söder
Bayerisches Staatsministerium der Finanzen,
für Landesentwicklung und Heimat
Odeonsplatz 4
80539 München

31. Januar 2018

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Söder,

für die Zeit des Umbaus des Coburger Landestheaters in den Jahren ab 2019/2020 liegen dem Coburger Stadtrat bisher Angebote zur Errichtung einer festen Interimsspielstätte sowie ein Antrag für eine Zeltlösung vor.

Beide Lösungen kosten zwischen 8 und 12 Mio. € und werden aufgrund einer Zusage des Freistaat Bayern in Höhe von 75% der Baukosten gefördert. Voraussetzung ist, dass diese Spielstätten nach ca. fünf Jahren wieder abgebaut werden. Im Falle einer nachhaltigen Nutzung würde die Förderung nach der aktuellen Vereinbarung auf 25% reduziert.

In unserer Gesellschaft ist der Begriff Nachhaltigkeit von immer größerer Bedeutung. Insofern ist weder nachvollziehbar noch vermittelbar, weshalb Immobilien, die nach kurzer Zeit wieder abgerissen werden, eine stärkere Förderung erfahren als solche, die längerfristig genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund hat der Vorsitzende der Gesellschafter-versammlung der Brose Gruppe, Michael Stoschek, angeboten, gemeinsam mit den Firmen HUK Coburg und Kaeser eine nachhaltig nutzbare Spielstätte auf einem von der Stadt Coburg geplanten Gelände für Kultur, Wissenschaft, Dienstleistung und Gewerbe zinslos vorzufinanzieren und zu errichten.

Die ursprünglich geplante Vorfinanzierung kann aus vergaberechtlichen Gründen nicht realisiert werden. Die Coburger Wirtschaft möchte nun auf anderen Wegen das nachhaltige Projekt verwirklichen. Dieses Angebot steht allerdings unter der erklärten Voraussetzung der Unternehmen, dass der Freistaat Bayern diese nachhaltige Kulturstätte in gleicher Form mit 75% des Aufwands fördert, wie die zum Abriss vorgesehenen Interimslösungen.

Der Vorschlag einer nachhaltigen Lösung für das Landestheater Coburg und die anschließende Nutzung für Wissenschaft und Kultur erfährt in der Bevölkerung, der Politik und in den regionalen und überregionalen Medien außerordentlich positive Resonanz. Dagegen stößt die Verwendung von Steuergeldern von Seiten des Landes und der Stadt Coburg für eine Kurzfristlösung auf allgemeines Unverständnis und wir sind zuversichtlich, dass auch Sie, Herr Staatsminister, diese Sichtweise teilen.

Deshalb wenden sich der Oberbürgermeister der Stadt Coburg nach Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden des Coburger Stadtrats und die Vertreter der o.g. Unternehmen an Sie mit der Bitte um eine schnellstmögliche positive Entscheidung. Der Stadtrat zu Coburg beschließt bereits am 15. Februar 2018 in einer Sondersitzung über diese Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Tessmer               Michael Stoschek

Oberbürgermeister            Vorsitzender der Gesellschafterversammlung
der Stadt Coburg               Brose Unternehmensgruppe

 

 


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