EU-Koordinatoren treffen sich in Coburg

EU-Koordinatoren treffen sich in Coburg

Kürzlich tagte die Arbeitsgemeinschaft der EU-Koordinatoren bayerischer Städte für zwei Tage in Coburg. Die ARGE, die es seit 2010 gibt, besteht aus Vertretern 24 bayerischer Städte+ der Österreichische Städtebund, Pendant zu  unserem Städtetag.. In der Vestestadt tauschten sich die Mitglieder über die Regionalpolitik der Europäischen Union, aktuelle Fördermaßnahmen und persönliche Erfahrungen aus.

Es war wohl eine der ersten offiziellen Veranstaltungen in der kürzlich eröffneten Coburger Markthalle: die Begrüßung der EU-Koordinatoren bayerischer Städte, die sich für zwei Tage in Coburg trafen. Rund 20 bayerische Städte sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft, die im Jahr 2010 ins Leben gerufen wurde und organisatorisch sowie fachlich vom Bayerischen Städtetag unterstützt wird. Amtsleiter Willi Kuballa hatte alle beteiligten Vertreterinnen und Vertreter zum jährlichen Haupttreffen der ARGE eingeladen. Als leitender Rechtsdirektor beschäftigt er sich in seinem Tätigkeitsbereich auch mit Fragen rund um die Europäische Union. „Ich war schon immer von dem Thema Europa begeistert“, erklärte Kuballa, deshalb übernahm der Jurist die Aufgabe als EU-Koordinator für die Stadt Coburg.

Die Markthalle als Begrüßungsort hatte der Gastgeber bewusst ausgewählt. Die  Einrichtung entstand mit Hilfe von Fördermitteln aus dem aktuellen LEADER-Programm, das die Europäische Union zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) aufgelegt hat. Die Markthalle wurde als regionales Schaufenster konzipiert, um die ansässige Genussregion Coburger Land mit ihren Produkten und Fähigkeiten zu präsentieren und gleichzeitig um die Ketschenvorstadt zu beleben. Regionalmanager Stefan Hinterleitner erklärte der Gästegruppe, wie die LEADER-Fördermaßnahmen eingesetzt und mit der Städtebauförderung kombiniert werden konnten. Auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer begrüßte die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft. Er erinnerte an die europäisch geprägte  Vergangenheit seiner Stadt, die - durch die geschickte Heiratspolitik des Coburger Herzogshauses – aus Coburg eine der europäischsten Städte des Kontinents machte.

Auf der Tagesordnung der zweitägigen Sitzung standen auch aktuelle Europathemen mit Kommunalbezug. Verschiedene Fachreferenten wie Maximilian Klein vom Europabüro der Bayerischen Kommunen in Brüssel waren zu Gast und standen für Fragen bereit. Kernaufgabe der Arbeitsgemeinschaft der EU-Koordinatoren der bayerischen Städte ist der ständige und aktuelle Austausch über europäische Inhalte, aber auch die Bündelung der kommunalen Interessen in Europafragen sowie der Aufbau des Netzwerks. „Uns ist es wichtig, gegenseitig bestehende Erfahrungen auszutauschen. So kann man Fehler vermeiden und effizienter arbeiten“, erklärte Dr. Christine Schmidt von der Rechtsabteilung der Stadt Bamberg. Das funktioniere am besten bei einem persönlichen Treffen.

Europe Direct in Coburg bietet die Möglichkeit, sich ausführlich über die Europäische Union zu informieren.  Das EUROPE DIRECT-Informationszentrum Oberfranken/Südthüringen ist die Schnittstelle zwischen Union und Bürgerinnen und Bürgern auf lokaler und regionaler Ebene. Träger ist die Volkshochschule Coburg Stadt und Land, Unterstützung leistet die Europäische Kommission.


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