Artenschutz

Hornissen

Hornissen zählen zu den besonders geschützten Tierarten. Sie sind im Bestand gefährdet. Dabei spielen sie eine nennenswerte Rolle im Naturhaushalt. Ein Hornissenvolk fängt pro Tag so viele Insekten (Fliegen, Mücken, Motten usw.) wie fünf Meisenpärchen an ihre Jungen verfüttern!

Sind Hornissen gefährlich?

Nicht, wenn man einige Spielregeln im Umgang mit Hornissen beachtet:

- Nestnähe meiden (ca. 4 m Umkreis), keine Erschütterungen, kein Anpusten, keine schnellen Bewegungen

- Abseits vom Nest keine Panik, kein wildes Um-sich-Schlagen, sondern Ruhe bewahren, wenn mal eine Hornisse
   herumfliegt. Hornissen sind "kurzsichtig" und schauen sich Menschen gern im Flug aus der Nähe an, ohne ihm
   etwas tun zu wollen.

- Da Hornissen bis in die Nacht hinein fliegen und von Lichtquellen angezogen werden, erleuchtete Fenster
   geschlossen halten oder mit Fliegengitter bespannen.

Sollte es dennoch mal zu einem Hornissenstich kommen, gilt:

Hornissenstiche sind zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlicher als die Stiche von Wespen oder Bienen (selbe Zusammensetzung). Insgesamt gesehen braucht man also keine übertriebene Angst vor Hornissen zu haben und auch Nester in unmittelbarer Umgebung des menschlichen Lebensbereiches (z.B. Dachböden, Schuppen) können in der Regel ohne Gefahr und Störungen bleiben.
Nur in extremen Ausnahmefällen, etwa Neststandort am Hauseingang oder in Zwischenböden sehr alter Häuser, kann die Untere Naturschutzbehörde Ausnahmen zum Entfernen des Nestes durch einen (kostenpflichtigen) Schädlingsbekämpfer machen.

Übrigens: Einmal ein Hornissenvolk in der Nähe heißt nicht jedes Jahr eines!

Das Hornissenvolk ist einjährig. In jedem Frühjahr müssen die Königinnen, die den Winter überlebt haben, ein neues Nest bauen und ein neues Volk gründen. Das alte Nest wird nicht mehr bezogen.
Bereits im September ist der Höhepunkt der Nestentwicklung erreicht und die Volkstärke rückläufig, bevor es mit den ersten starken Frösten zusammenbricht.
(Anfang bis Mitte Oktober sind die neuen Königinnen begattet und werden vom Volk aufgepäppelt, um einen ausreichenden Wintervorrat zu speichern, ehe sie zum Überwintern ausfliegen). Gerade die Endphase ist deshalb die Wichtigste für die Erhaltung der Art.

Im Winter kann dann das alte Nest entfernt werden. Dadurch schafft man aber auch wieder den Platz für ein neues Nest.
 


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