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Einzelhandelsforum der Stadt Coburg

Auch wenn seit Jahren die Zusammenarbeit bei Projekten und Marketingmaßnahmen, wie zum Beispiel mit dem Stadtmarketing und dem Citymanagement, hervorragend funktioniert, hat sich Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer dazu entschlossen, Einzelhandels- und Innenstadtentwicklung zur Chefsache zu machen.

Die berechtigten Anliegen des Einzelhandels, wie sie beispielsweise in der Resolution des Einzelhandelsausschusses der IHK zu Coburg formuliert waren, wurden von der Stadtspitze gerne aufgenommen. Ein besonderer Dank gilt hier neben dem Einzelhandelsausschuss der IHK auch „Zentrum Coburg“, die ihre Diskussionsansätze zur innerstädtischen Entwicklung ebenfalls in einem Schreiben an den Oberbürgermeister zusammenfassten.

Nicht zuletzt aus diesem Grund, hatte OB Tessmer die Initiative ergriffen und zum Einzelhandelsforum eingeladen, leider fanden nur wenige der eingeladenen Unternehmer den Weg zur Veranstaltung und auch eine regere Diskussion wäre wünschenswert gewesen. Von Seiten der Verwaltung wird man jedoch nicht nachlassen und auch zukünftig das Gespräch suchen. Wichtig ist Oberbürgermeister Tessmer, mit dem Einzelhandel im Gespräch zu bleiben - aktiv und dauerhaft das Gespräch zu führen und dabei vor allem auch jüngere Einzelhändler mit einzubinden.

So sollen beispielsweise zukünftige Projekte bereits vorher in einem solchen Kreis diskutiert werden, ebenso wird es eine Runde mit Vertretern der Nachbarkommunen geben, bei der die Stadtverantwortlichen versuchen werden, eine gemeinsame Basis für Abstimmungen im Bereich der Einzelhandelsentwicklung zu finden. Gerade in diesem Bereich gab es in den letzten Monaten immer wieder Probleme, da das Landesentwicklungsprogramm bislang in der Region nicht sehr stringent angewandt wurde und so eine Ungleichbehandlung einzelner Kommunen nicht ausblieb. Ziel der Stadt Coburg ist es allerdings, eine ausgewogene Entwicklung in der gesamten Region zu ermöglichen. Für das Stadtgebiet gilt das Hauptaugenmerk einer Entwicklung der Gesamtstadt, die alle Zielgruppen in der Bürgerschaft erreicht. Der Schwerpunkt auf der Innenstadt-Entwicklung muss hier nicht extra betont werden.

„Wir tun, was in unserer Macht steht, sind dabei aber auch auf die Partner im Einzelhandel, im Landkreis und nicht zuletzt in den übergeordnete Behörden angewiesen“, fasst Oberbürgermeister Norbert Tessmer die Anstrengungen der Verwaltung zusammen. „Wir werden dazu im Rahmen des Geschäftslagenmanagements weitere Gespräche mit Immobilieneigentümern führen, in der Hoffnung, dass sich die Beteiligung verbessert und hoffen, dass die Verantwortlichen im Einzelhandel weiterhin aktiv bleiben. Ich denke dabei an das Thema demografiegerechtes und generationengerechtes Einkaufen oder auch an das Verhältnis stationärer vs. online Handel. Hier gibt es in der Region inzwischen gute Entwicklungen, was bundesweit oder international anbietende Online-Händler angeht. Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Verbindung in die Innenstadt wieder schaffen“, so Tessmer weiter.

Gemeinsame Projekte – beispielsweise das Thema Tourismus und Einzelhandel - schließlich bietet der Tourismus in der Region das beste Potenzial für den Einzelhandel, geben doch allein die Touristen zwischen 55 und 60 Millionen Euro pro Jahr in Coburg im Einzelhandel aus. Das sind mehr als 15 Prozent des Gesamteinzelhandelsumsatzes in der Stadt. Aber auch Parken, Fußgängerzonen, Citymanagement und Stadtmarketing, sind Themen, über die es sich lohnt beispielsweise im Arbeitskreis „Einzelhandel“ zu diskutieren. Der Einzelhandel ist ein Aushängeschild der Stadt und die Stadtspitze erhofft sich viel von diesem Arbeitskreis, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg organisiert und vorbereitet.

„Gerade hier schlägt sich die Brücke zum Thema Standortsicherung! Ein attraktiver und vielfältiger Einzelhandel ist ein wichtiger Standortfaktor. Nicht zuletzt die Ansiedlung von Unternehmen anderer Branchen, aber auch die Entscheidung von Menschen, die beispielsweise als Fach- und Führungskräfte nach Coburg kommen, ob sie bleiben, ihren Lebensmittelpunkt verlagern oder pendeln, entscheidet sich an solchen Kriterien“, fasst Oberbürgermeister Norbert Tessmer zu zusammen. „Es gilt also: Das Kaufkraftpotenzial ist hoch, der touristische Umsatz ist zu nutzen, durch neue Kooperationen ergeben sich neue Chancen und die zukünftigen Entwicklungen gilt es zu nutzen. Von Seiten der Verwaltung ist die Hand ausgestreckt - nun gilt es gemeinsam vorwärts zu gehen“, so das Stadtoberhaupt abschließend.


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