Geschichte des Museums
Die Gründung des Museums - 14. Juli 1987
Am 14. Juli 1987 eröffneten Carin & Dr. Hans Lossnitzer das Coburger Puppenmuseum und machten dadurch ihre private Sammlung dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich. Zuvor lebte und sammelte Familie Lossnitzer in Ettlingen bei Karlsruhe. Bemerkenswert ist, dass zwei Drittel der in ganz Europa zusammengetragenen Puppen aus der Spielzeugregion Nordfranken - Südthüringen stammen. Deshalb fiel die Wahl auf Coburg als Standort für das Museum.
Carin Lossnitzer - Die Puppenkünstlerin
Seit ihrer Kindheit in Berlin spielte Carin Lossnitzer leidenschaftlich gern mit Puppen. Die Sammelleidenschaft war ihr bereits von Eltern und Großeltern in die Wiege gelegt worden. Zum Puppenmachen war es dann nur noch ein kleiner Schritt. Mit ihren mehrfach ausgezeichneten "Sabber-Babies" und den "Kindern aus aller Welt" fand Carin Lossnitzer als Puppenkünstlerin national wie international große Anerkennung. 1991 erhielt sie den "Doty-Award", die höchste Auszeichnung für Puppenkunst in Amerika, und im Jahr 2008 den "Max-Oscar-Arnold-Preis" für ihr Lebenswerk. Sie verstarb am 7. Februar 2009 in Garmisch.
2007 - Das Museum wird städtisch
Nach zwanzig Jahren privater Museumsführung befindet sich das Coburger Puppenmuseum seit dem 1. Mai 2007 in der Obhut der Stadt Coburg. Die Puppen haben damit gleich mehrere engagierte (Stadt-)"Väter" bekommen, die sich für den Erhalt und die Fortführung der Sammlung einsetzen. Seit dem 1. Oktober 2007 gehört auch die Leiterin, Christine Spiller M. A., zur Coburger "Puppenfamilie".
Eine besondere Sammlung braucht ein besonderes Gebäude ...
Historisches Wohn- und Geschäftshaus
Das in der Innenstadt gelegene Museum befindet sich in einem historischen Wohn- und Geschäftshaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Ursprünge des Baues gehen auf eine Klosteranlage aus dem 15. Jahrhundert zurück. Friedrich Rückert, der berühmte Dichter und Orientalist, wohnte von 1820 - 1826 hier.