Der Coburger Rückertpreis 2008

Der Coburger Rückertpreis 2008

Ein neuer und unverwechselbarer Literaturpreis

Der am 16. Mai 2008, dem 220. Geburtstag Friedrich Rückerts (1788 - 1866), erstmals vergebene ‚Coburger Rückert-Preis’ will dem Ideal des großen fränkischen Dichters und Orientalisten Friedrich Rückerts (1788–1866) von der Einheit des menschlichen Geistes, der sich in der Poesie aller Völker zeigt, gerecht werden.

Der Preis wird ab 2008 im zweijährigen Turnus von der Stadt Coburg verliehen und ist mit 7.500 € dotiert. Er ist ausschließlich für Autoren/innen aus dem Übersetzungsraum Rückerts vorgesehen, unabhängig davon, ob sie in ihrem Mutterland oder im Exil leben. Voraussetzung für die Auszeichnung ist der literarische Anspruch ihrer Werke und ihre Verfügbarkeit im deutschsprachigen Buchmarkt sowie die Einhaltung der Charta des Internationalen P.E.N..

Der Übersetzungsraum Rückerts und damit der Raum, aus dem Kandidaten für den ‚Coburger Rückert-Preis’ ausgewählt werden, umfasst die arabische und persische, aber auch die hebräische, koptische und aramäische sowie die indische Literatur und andere kleinere Literaturregionen. Es liegt somit ein erweiterter Orient-Begriff zugrunde, wie er zur Zeit Rückerts in Europa gängig war. Der 'Coburger Rückert-Preis' wird sich den verschiedenen Regionen nacheinander zuwenden, wobei die Jury für jede Region neu zusammengestellt wird.  

Der ‚Coburger Rückert-Preis’ dient damit der Völkerverständigung und folgt der Erkenntnis, „dass an die Stelle des Drohbildes vom Zusammenprall der Kulturen das Hoffnungsbild kultureller Lerngemeinschaften gesetzt werden muss“ (Wolf Lepenies / Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2006). Er unterscheidet sich durch diesen Grundgedanken und seine kulturpolitischen Merkmale  von anderen in Deutschland gestifteten Literaturpreisen.

Der Anspruch der Europa-, Hochschul- und Familienstadt  Coburg, auch das kulturelle Oberzentrum der Region zu sein und diese Aufgabe durch weltoffene Kulturarbeit  mit Leben zu erfüllen,  wird durch die Schaffung  des ‚Coburger Rückert-Preises’ bestätigt.

"Eine sehr begrüßenswerte und längst überfällige Initiative in einem Land, in dem 'Weltliteratur' immer noch unter Ausschluß der Literatur des Mittleren Ostens definiert wird und alle Nachrichten über diese Region mit negativen Ereignissen konnotiert werden." Dr. Barbara von Korff Schmising


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