Der Coburger Rückertpreis
Seit 2008 verleiht die Stadt Coburg alle zwei Jahre den mit 7.500 Euro dotierten Rückert-Preis in Erinnerung an den berühmten Orientalisten, Dichter, Übersetzer und Sprachforscher Friedrich Rückert, der 1820-1866 in Coburg gelebt und gearbeitet hat.
Der Preis will ganz nach dem Motto Rückerts „Weltpoesie ist Weltversöhnung“ einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Er wird an qualifizierte Autorinnen und Autoren aus dem „Übersetzungskreis“ Rückerts verliehen. Damit sind Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem arabischen, persischen, koptischen, hebräischen, aramäischen und indischen Sprachraum gemeint. Rückert hat angeblich 44 orientalische Sprachen beherrscht und übersetzt.
Der Preis durchwandert all diese Sprachregionen, indem bei jeder Vergabe ein bestimmter Sprachraum ausgewählt wird. Während 2008 die arabische Literatur im Fokus gestanden und mit Alaa-al-Aswani ein Ägypter geehrt worden ist, wird 2010 mit dem iranischen Lyriker Esmail Khoi ein Schriftsteller aus dem persischen Sprachraum ausgezeichnet. Voraussetzung für die Auszeichnung ist der literarische Anspruch der Werke und ihre Verfügbarkeit im deutschsprachigen Buchmarkt sowie die zuverlässige Einhaltung der Charta des Internationalen P.E.N.
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